Liechtenstein will Schwarzgeld-Abkommen bald fixieren

Nach der Schweiz will nun auch Liechtenstein so schnell wie möglich ein Schwarzgeld-Steuerabkommen mit Österreich abschließen. „Wir wollen auf jeden Fall eine parallele Inkraftsetzung mit der Schweiz (1. Jänner 2013). Das bedingt, dass wir uns in den nächsten drei, vier Monaten einigen“, sagte Liechtensteins Regierungschef Klaus Tschütscher im Gespräch mit den Vorarlberger Nachrichten (Donnerstag-Ausgabe).

Der österreichische Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) hatte Mitte April ein Abkommen mit Liechtenstein wegen der Einbeziehung von Stiftungen als komplex bezeichnet. Tschütscher sieht darin hingegen keine Erschwernis. Es bestehe ein „beiderseitiges Interesse daran, dass es kein Regulierungsgefälle zwischen Vermögensanlagen mit und ohne Strukturen gibt“.

Ob Österreich mit der anvisierten Abgeltungssteuer rund 50 Mio. Euro lukrieren könnte, wollte Tschütscher nicht kommentieren: „Ich kann nicht beurteilen, auf welcher Basis solche Schätzungen gemacht werden“, sagte er der Zeitung.

Publiziert am 16.05.2012