Mittelamerika laut UNO gefährlichste Region der Welt

Der Drogenhandel macht Mittelamerika den Vereinten Nationen zufolge zur gefährlichsten Region der Erde. Nirgendwo auf der Welt würden so viele Morde stattfinden wie zwischen Mexiko und Kolumbien, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon gestern in New York. Gewalt und Kriminalität seien in der Region dramatisch angestiegen.

Jeder 50. erwachsene Mann werde ermordet, bevor er nur 32 werde, sagte Ban. Drei Länder aus dem Gebiet hätten die höchste Mordrate der Welt. In Guatemala kämen auf 100.000 Einwohner 39 Morde im Jahr, in El Salvador sogar 72. Honduras liege mit 86 Morden pro 100.000 Einwohner an der Spitze.

Zum Vergleich: Der deutsche Wert liegt etwa bei einem Hundertstel. „Gefangen zwischen den drogenproduzierenden Ländern im Süden und den Abnehmern im Norden hat sich in diesen Ländern die Kriminalität vervielfacht“, sagte Ban.

Publiziert am 16.05.2012