„Blockupy“-Protest: Zeltlager in Frankfurt geräumt
In der deutschen Finanzmetropole Frankfurt am Main soll tagelang gegen die Macht der Banken protestiert werden. Bis Freitag sind zwar alle Veranstaltungen des „Blockupy“-Bündnisses verboten. Dennoch ruft die Bewegung zu Protesten auf. Die Polizei räumt ein Zeltlager.
Proteste friedlich aufgelöst
Zum Auftakt der „Blockupy“-Aktionstage gegen Banken und Kapitalismus in Frankfurt hat die Polizei ein Protest-Camp vor der Europäischen Zentralbank geräumt. Ein Großaufgebot von Beamten führte oder trug gestern etwa 340 Aktivisten der Occupy-Bewegung aus dem Zeltlager, das Aktivisten vor über einem halben Jahr vor dem EZB-Gebäude errichtet hatten. Die Aktion verlief weitgehend friedlich. Vereinzelt kam es zu Rangeleien. Die Polizei nahm etwa ein Dutzend Menschen fest, weil sie Polizisten mit Farbe bespritzt hatten.
Auch eine Musikdemonstration in der Frankfurter Innenstadt wurde zunächst friedlich von der Polizei aufgelöst. Nach Aufforderung der Beamten verließ ein Großteil der rund 500 Teilnehmer den Platz in der Innenstadt noch vor Veranstaltungsbeginn freiwillig. Wie die Polizei mitteilte, kam es bis zum Abend auch im Rest der Stadt nicht zu gewaltsamen Ausschreitungen.
Publiziert am 16.05.2012