Ryanair stimmt nach Rekordgewinn auf schwächeres Jahr ein
Nach einem Rekordgewinn stellt sich Europas größter Billigflieger Ryanair auf einen starken Ergebnisrückgang ein. Gründe sind die Euro-Schuldenkrise und hohe Treibstoffkosten, wie das Management heute mitteilte. Im Geschäftsjahr 2011/12 bis Ende März verdiente die Airline netto 503 Mio. Euro, ein Plus von 25 Prozent. Analysten hatten im Schnitt 491 Mio. Euro erwartet.
Im neuen Geschäftsjahr werde der Überschuss voraussichtlich nur noch zwischen 400 und 440 Mio. Euro liegen, kündigte Ryanair an. Es wäre der erste Gewinnrückgang seit 2009. Die Aktie des Unternehmens startete mit einem Kurseinbruch von 5,6 Prozent in den Handel.
Ryanair-Chef Michael O’Leary nannte „Rezession, Sparmaßnahmen, Währungssorgen und niedrigere Flugpreise“ als Belastungsfaktoren. Die Fluggesellschaft teilte außerdem mit, sie werde die gestiegenen Treibstoffkosten nicht mehr an die Kunden weitergeben können. In den vergangenen Monaten hatte Ryanair die Ticketpreise noch angehoben, um den hohen Kerosinpreis und eine geringere Auslastung auszugleichen. Gleichwohl soll es eine Dividende geben. Das ist erst die zweite Ausschüttung an die Aktionäre seit dem Börsengang 1997.
Publiziert am 21.05.2012