Zwei Tote nach Kämpfen in Beirut
Der blutige Konflikt in Syrien schwappt nun erstmals auch in die libanesische Hauptstadt Beirut über: Bei Straßenkämpfen zwischen Gegnern und Anhängern des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad wurden in der Nacht auf heute in Beirut zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Lebanese News berichtete.
Panzer auf den Straßen
Panzer und Soldaten patrouillierten heute Früh in der ganzen Stadt, vor allem aber in dem Viertel Tarik al-Dschadida, wo es nachts zuvor zu den Ausschreitungen gekommen war.
Zuvor war gestern an einem Militärkontrollpunkt im Norden des Landes der sunnitische Geistliche Ahmed Abdel Wahid erschossen worden. Der Scheich war ein bekannter Gegner des Assad-Regimes. Auch ein Begleiter des Mannes kam ums Leben. In der Folge kam es zu Protesten von Anhänger des Geistlichen in Beirut und im nördlichen und östlichen Libanon.
Im sunnitischen Beiruter Viertel Tarik al-Dschadida lieferten einander bewaffnete Unterstützer und Gegner des syrische Regimes heftige Kämpfe, bei denen sogar Maschinengewehre und Panzerfäuste eingesetzt wurden.
Abdel Wahid soll im Laufe des Tages begraben werden. Es wurden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, hieß es in Beirut. Ein Militärgericht ordnete indes die Festnahme von drei Offizieren und 19 Soldaten an, die den Kontrollpunkt bemannt hatten, an dem der Geistliche und sein Begleiter erschossen wurden.
Publiziert am 21.05.2012