EU fordert von Google Zugeständnisse in Wettbewerbsstreit

Im Verfahren um vermeintlich unlautere Geschäftspraktiken des Suchmaschinenanbieters Google fordert die EU-Kommission nun Vorschläge, wie das Unternehmen künftig bei der Onlinesuche die Angebote von Konkurrenten fair anzeigen will.

Er habe den Anbieter zu entsprechenden Zugeständnissen aufgefordert, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia gestern in Brüssel: „Ich hoffe, Google wird diese Gelegenheit ergreifen, um unsere Bedenken auszuräumen.“

Google wird unter anderem vorgeworfen, Suchergebnisse zu manipulieren und Angebote anderer Suchdienste vorsätzlich in den unteren Rängen zu platzieren. Zudem sollen Werbepartner daran gehindert worden sein, auf ihren Websites Anzeigen von Konkurrenten zu schalten.

Kommission bietet Einstellung an

Lenke Google ein, sei die Kommission bereit, das Verfahren einzustellen, so Almunia. Google habe mehrmals Bereitschaft gezeigt, das Verfahren auf freundschaftlicher Basis beizulegen. Im Fall einer Verurteilung drohen Google hohe Strafen von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Nach Ansicht der Brüsseler Wettbewerbshüter haben sich die Beschwerden von Mitbewerbern gegen Google erhärtet: „Wir sind besorgt, dass die Praxis Konkurrenten benachteiligt hat“, so Almunia.

Google ist in vielen Teilen der Welt Marktführer. Der Konzern will die Argumente prüfen, stimme mit den Schlussfolgerungen der Kommission aber nicht überein, so ein Sprecher. Zudem habe der Wettbewerb in den vergangenen zwei Jahren seit dem Beginn der Untersuchung stark zugenommen.

Publiziert am 21.05.2012