Fekter ortet bei Hollande Krisenrezept „von vorgestern“
Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) kann dem Vorschlag des neuen französischen Staatspräsidenten Francois Hollandes, den Fiskalpakt um einen Wachstumspakt zu erweitern, offenbar wenig abgewinnen.
Wachstum durch Schulden zu finanzieren sei ein „Rezept von vorgestern“. Die Argumente Hollandes seien „Unsinn und haben uns erst in dieses ganze Schlamassel gebracht“, sagte Fekter im Interview mit den „Oberösterreichischen Nachrichten“ (Dienstag-Ausgabe).
Fekter sagte, dass auch Sparmaßnahmen Wachstum bringen könnten. „Wenn wir - wie in Österreich - beispielsweise das faktische Pensionsalter anheben, dann nutzt das der Wirtschaft sogar“, nannte sie als Beispiel. Man müsse Reformen durchführen und gleichzeitig gezielt in Bereiche investieren, die Wachstum generieren, etwa in Forschung und Bildung.
Kürzlich hatte sich Fekter für einen „Dynamikpakt“ für Europa ausgesprochen. Dieser müsse die Sparnotwendigkeit berücksichtigen, dürfe aber das Wirtschaftswachstum nicht bremsen und Investitionen nicht hemmen.
Publiziert am 21.05.2012