Präsident in Mali von Demonstranten verletzt
Rund zwei Monate nach dem Putsch in Mali ist der amtierende Präsident des westafrikanischen Landes bei gewaltsamen Protesten verletzt worden. Hunderte Demonstranten hätten den - derzeit leerstehenden - Präsidentenpalast und das daneben liegende Büro des Staatsoberhaupts gestürmt und den Rücktritt von Diouncounda Traore verlangt, teilten die Behörden gestern mit.
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Die Eindringlinge hätten Traore geschlagen und seine Kleidung zerrissen. Der Übergangspräsident sei mit Verletzungen im Gesicht in ein Krankenhaus eingeliefert worden, hieß es weiter. Er soll kurzfristig das Bewusstsein verloren haben. Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS verurteilte den Sturm auf das Präsidentenbüro als „zweiten Putsch“.
Ende März hatte das Militär in Mali zunächst die Macht übernommen. Die Streitkräfte wollten mit dem Putsch den Kampf gegen einen Aufstand der nomadischen Tuareg im Norden des Landes vorantreiben. Unter dem Druck der Nachbarländer stimmten sie Anfang April der Machtübergabe an eine zivile Regierung zu.
Publiziert am 21.05.2012