Heftiges Erdbeben in Bulgarien

Bei einem Erdbeben der Stärke 5,8 in Bulgarien ist nach offiziellen Angaben kein Mensch zu Schaden gekommen. Es habe „keine Opfer“ gegeben, sagte Innenminister Zwetan Zwetanow in Sofia.

Eingerissene Mauern

Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP sah an Gebäuden schwere Schäden wie eingerissene Mauern, eingestürzte Kamine und zerborstene Fensterscheiben. Das Erdbeben hatte den Westen Bulgariens erschüttert, es folgten mehrere Nachbeben. Die Erdstöße waren auch in der Hauptstadt Sofia zu spüren, die nur etwa 30 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt. Zahlreiche Bewohner rannten in Panik auf die Straßen.

Weitere Nachbeben in Norditalien

Nach dem schweren Erdbeben in Norditalien verbrachten Tausende Menschen auch die Nacht auf heute in Notunterkünften oder bei Freunden und Verwandten. Erneut wurde die Region Emilia Romagna von Nachbeben erschüttert. Heftige Regenfälle erschwerten de Situation.

Der italienische Premier Mario Monti besucht die Gemeinde Sant’Agostino nahe Ferrara. Dort waren am Sonntag drei Arbeiter beim Einsturz einer Fabrik ums Leben gekommen. Der Politiker wird auch in der Gemeinde Finale Emilia, Epizentrum des Erdbebens, erwartet.

Monti plant für heute eine Ministerratssitzung, bei der der Notstand ausgerufen wird. Damit sollen Gelder für den Wiederaufbau lockergemacht werden. Wegen der Einsparungen infolge der Schuldenkrise sei jedoch mit wenig Hilfe seitens des Staates zu rechnen, hieß es aus Regierungskreisen.

Publiziert am 22.05.2012