30 Tote bei Streit um Bodenrechte in Mali

Mindestens 30 Menschen des Volkes der Peulh/Peul sind bei Auseinandersetzungen um Bodenrechte entlang der Grenze zwischen Burkina Faso und Mali in der vergangenen Woche getötet worden. Bis zu 1.000 Menschen sind aus Angst vor weiterer Gewalt auf der Flucht. Das teilte der Gouverneur der nördlichen burkinischen Region, Boukary Kalil Baraq, gestern mit.

Ihren Ausgang hatten die Auseinandersetzungen zwischen den Peulh und dem Volk der Dogon demzufolge am Dienstag in dem malischen Dorf Sari genommen. Die Toten gehörten dem Gouverneur zufolge den Peulh an. Ob auch Dogon ums Leben gekommen sind, blieb unklar.

Der Gewaltausbruch ist offenbar eine Folge des Putsches in Mali vor zwei Monaten. Der gestürzte Präsident - selbst ein Peulh - hatte dem Hirtenvolk erlaubt, das Gebiet der Dogon auf festgelegten Pfaden zu betreten. Das sorgte für Spannungen, weil das Vieh der Peulh oft die Pfade verließ und die Felder der Dogon beschädigte.