Bundesheer trennt sich auch von Propellerflugzeugen
Das Bundesheer verkauft acht Propeller- bzw. Propellerturbinenflugzeuge an die Schweizer Firma RUAG. Konkret werden fünf Pilatus PC-6 und drei PC-7 für 2,5 Millionen Euro veräußert.
Der Vertrag wurde bereits unterzeichnet, die Überstellung der Flugzeuge in die Schweiz erfolgt ab Ende Juni, erfuhr die APA aus dem Verteidigungsministerium. Die Flugzeuge waren seit Jahrzehnten beim Bundesheer in Verwendung. Die PC-6 wurden 1975/76 und die PC-7 1984 von der Firma Pilatus neu gekauft.
Der Verkauf der Maschinen ist Teil einer Strukturreform, bei der sich das Bundesheer von vielen Geräten trennt. So werden bis 2014 rund 750 von derzeit 1.150 gepanzerten Fahrzeugen ausgesondert. Die Panzer werden entweder verkauft, verschrottet oder für die Gewinnung von Ersatzteilen verwendet. Durch die Verwertung werden Einnahmen von 17 Millionen Euro erwartet.
Maschinen mit Sonderausstattung bleiben
Die Pilatus PC-6, die in Langenlebarn stationiert sind, werden u. a. für Lastabwurf, Krankentransporte, Fallschirmspringen und Löschflüge verwendet. Der PC-7 wird an der Fliegerschule in Zeltweg für die Grund- und Fortgeschrittenenausbildung verwendet. Nach dem Verkauf der acht Flieger bleiben dem Bundesheer zwölf PC-7 und acht PC-6 übrig - und zwar vor allem jene Maschinen, die über eine Zusatz- oder Sonderausrüstung (Außentank, Wüstentauglichkeit) verfügen.
Die RUAG-Gruppe ist ein internationaler Technologiekonzern für Aerospace (Luft- und Raumfahrt) und Defence (Sicherheits- und Wehrtechnik) mit Produktionsstandorten in der Schweiz, Deutschland, Schweden, Österreich, Ungarn und den USA.
Publiziert am 26.05.2012