Kairo: Waffenschmuggel-Prozess gegen Burgenländer vertagt

Der Prozess gegen den 32-jährigen Burgenländer Hannes F., dem in Ägypten Waffenschmuggel vorgeworfen wird, ist gestern erneut vertagt worden. Als Termin für die nächste Verhandlung wurde der 23. Juni festgesetzt, teilten das österreichische Außenministerium und die Ehefrau des Burgenländers, der sich seit 2. November des Vorjahres in Kairo in Untersuchungshaft befindet, mit.

Ursache für die Vertagung war diesmal die kürzlich stattgefundene Präsidentenwahl. Der Richter informierte die Anwälte, dass der Prozess vertagt wird, so Nikolaus Lutterotti, Sprecher im Außenministerium. Die Gerichtssäle hätten bei der Präsidentenwahl als Wahllokale gedient und seien versiegelt.

Als sie am Vormittag ins Gerichtsgebäude gekommen sei, war der Verhandlungssaal versperrt, davor seien Polizisten gestanden, schilderte Ehefrau Lisa F. der APA. Zunächst habe es geheißen, die Verhandlung finde woanders statt, weil im Saal Wahlurnen aufbewahrt würden. Nach eineinhalb bis zwei Stunden habe man dann die Auskunft erhalten, der Prozess werde vertagt.

Publiziert am 27.05.2012