Facebook-Aktie fällt auf neuen Tiefstand

Das Facebook-Börsendrama geht weiter. Gestern fiel die gebeutelte Aktie auf einen neuen Tiefstand. Sie fiel um 9,6 Prozent auf 28,84 Dollar und lag damit mehr als neun Dollar unter den Ausgabepreis bei ihrem Börsengang.

Nicht einmal ein Bericht der „New York Times“ über ein anstehendes Facebook-Smartphone konnte der Aktie letztlich Auftrieb geben. Das Gerät könnte demnach im kommenden Jahr herauskommen. Die Zeitung berief sich bei ihren Angaben unter anderem auf ungenannte Facebook-Mitarbeiter.

Desaster hat gerichtliches Nachspiel

Das Soziale Netzwerk war am 18. Mai an die Börse gegangen. Es sollte ein Triumph werden. Stattdessen wurde es ein Desaster mit technischen Pannen zum Handelsstart und andauernden Kursverlusten. Die Anleger der ersten Stunde hatten 38 Dollar je Anteilsschein gezahlt. Ihr Verlust liegt damit inzwischen bei mehr als 22 Prozent.

Der größte Internetbörsengang aller Zeiten beschäftigt mittlerweile auch die Gerichte, die US-Finanzaufsicht und die Politik. Anleger werfen Facebook und den beteiligten Banken vor, ihnen wichtige Informationen vorenthalten zu haben. Das Geschäft wachse langsamer als gedacht. Facebook muss sich nun mit einer Reihe von Klagen herumschlagen.

Der Zorn der Anleger ist auch deshalb so groß, weil das Unternehmen und dessen Alteigentümer beim Börsengang rund 16 Milliarden Dollar eingenommen hatten.