BlackBerry-Hersteller steht vor neuerlichem Verlust

Der BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) leidet immer stärker unter dem Siegeszug von Apples iPhone und den Android-Smartphones. Der aus Deutschland stammende Konzernchef Thorsten Heins warnte gestern, dass das Unternehmen im ersten Geschäftsquartal einen Verlust einfahren dürfte. „Unsere finanzielle Lage wird auch in den kommenden Quartalen herausfordernd bleiben.“ Nachbörslich brach die gebeutelte Aktie um zwölf Prozent ein.

Bereits zuvor hatte RIM Geld mit den früher so begehrten multifunktionalen Handys verloren. Grund sind rückläufige Verkäufe und der Preisdruck, der auf den BlackBerrys lastet. Selbst viele frühere Stammkunden aus der Unternehmenswelt greifen mittlerweile lieber zu einem Smartphone der Konkurrenz.

Hoffen auf neues Betriebssystem

RIM versucht, mit einem Sparprogramm die Auswirkungen einzudämmen. Übers Geschäftsjahr hinweg würden auch Stellen wegfallen, sagte Heins. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen fieberhaft daran, sein neues Betriebssystem BlackBerry 10 auf den Markt zu bringen. Eine Vorabversion wurde jüngst auf der RIM-Entwicklermesse gezeigt. Von dem neuen Betriebssystem verspricht sich das UnterBehmen, verlorenen Boden gutzumachen. Blackberry 10 soll gegen Ende des Kalenderjahres erscheinen.

Angesichts der schwierigen Lage hat sich RIM die Hilfe von JPMorgan Chase und der Royal Bank of Scotland geholt, wie das Unternehmen nun enthüllte. Die Banker sollen dabei helfen, RIM wieder in die Spur zu bringen - möglicherweise auch durch Kooperationen. Selbst über einen Verkauf war zuletzt immer wieder spekuliert worden.

Publiziert am 29.05.2012