Suu Kyi warnt vor zu viel Optimismus gegenüber Burma
Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat die internationale Gemeinschaft vor zu viel Optimismus gegenüber ihrem Heimatland gewarnt. Burma sei noch immer in einer sehr frühen Phase des Demokratisierungsprozesses. Deshalb sei eine „gesunde Skepsis“ gefragt, sagte die Friedensnobelpreisträgerin heute auf dem regionalen Weltwirtschaftsforum für Ostasien in der thailändischen Hauptstadt Bangkok.
„In diesen Tagen stoße ich immer wieder auf etwas, das ich leichtsinnigen Optimismus nenne“, sagte sie. Ihr Land müsse die Bildung verbessern und Arbeitsplätze schaffen. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit nannte Suu Kyi eine „Zeitbombe“. Zudem gebe es in Burma noch immer keine unabhängige Justiz und Rechtsstaatlichkeit.
Die langjährige Militärherrschaft und harte Sanktionen des Auslands haben die Wirtschaft in Burma weitgehend zum Erliegen gebracht. Millionen Menschen suchten außerhalb des Landes eine Beschäftigung. Ihr Land liege zwar hinter allen zurück. Aber Burma könne auch aus den Fehlern der anderen lernen.
Publiziert am 01.06.2012