Hallstatt-Kopie in China „feierlich und würdig“ eröffnet

Die seit längerem geplante Kopie des oberösterreichischen Welterbe-Ortes Hallstatt ist heute in der südchinesischen Provinz Guangdong eröffnet worden. Wegen Schlechtwetters fand die Zeremonie zwar in einem Hotel statt, sie sei aber dennoch „sehr feierlich und sehr würdig“ gewesen, sagte der Bürgermeister der Salzkammergut-Gemeinde, Alexander Scheutz (SPÖ), in einem Telefonat mit der APA. Einen weiteren Nachbau, beispielsweise in den USA, könne er sich nicht vorstellen: „Das wäre zu viel des Guten.“

Die Delegation aus Oberösterreich konnte bereits gestern das chinesische Pendant mit Palmen und dem einen oder anderen Rechtschreibfehler erkunden und war laut Scheutz positiv überrascht. „Man erkennt sofort, das ist Hallstatt“, so der Bürgermeister. Die Goldfische, die im Brunnen auf dem Nachbau des Marktplatzes schwimmen, seien aber ungewohnt, räumte er augenzwinkernd ein. Selbst die Kanaldeckel würden die Aufschrift „Hallstatt am See“ tragen.

Scheutz: „Das steht nicht einmal auf unseren drauf.“ Mit der Eröffnung ist das Projekt aber offenbar noch nicht abgeschlossen. Es werde weitergebaut, erklärte der Bürgermeister. So sollen beispielsweise Bootshütten, wie man sie aus dem Salzkammergut kennt, entstehen.

Publiziert am 02.06.2012