Causa Graf: Für Strache teils „komische Optik“

In der Stiftungscausa rund um den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) räumt FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ein, dass die Tatsache, dass Grafs Bruder Mieter in einem der der Stiftung gehörenden Häuser ist, eine „mehr als komische Optik“ aufweise. Sollten die Vorwürfe stimmen - also persönliche Bereicherung im Spiel gewesen sein - wäre „ein Rücktritt fällig“, sagte er gegenüber „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe).

Sollte aber das von der Stifterin per Abberufungsantrag angerufene Gericht bestätigen, dass alles korrekt war, werde sich Graf aus der Stiftung zurückziehen, bekräftigte Strache.

„Kampagnen“ gegen Graf

Der FPÖ-Chef verweist auf Grafs Versicherung ihm gegenüber, dass der Vorwurf der Bereicherung nicht stimme und alles korrekt sei: „Das kann und will ich nicht prüfen, sondern das ist Sache des Gerichts.“ Er räumte in der „Presse“ ein, dass die ganze Sache „sehr unangenehm für uns“ sei. Gegen Graf würden „immer Kampagnen geführt“, sagte der FPÖ-Chef - und fühlt sich angesichts der „Vorverurteilungen schon manchmal an den Fall Strauss-Kahn“ erinnert.