Putin will in Peking Ahmadinedschad treffen
Der russische Präsident Wladimir Putin will am Rande eines dreitägigen Besuchs in China in der kommenden Woche mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zusammenkommen. Bei dem Treffen wolle sich Putin einen Eindruck von den Spannungen rund um das iranische Atomprogramm verschaffen und sich über die iranische Sichtweise informieren, sagte ein außenpolitischer Berater des Kremls gestern vor Journalisten.
Ein weiteres Treffen Putins, der morgen in China erwartet wird, ist demnach mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai geplant. Das Treffen zwischen Putin und Ahmadinedschad findet vor den für Mitte des Monats in Moskau angesetzten Verhandlungen zwischen dem Iran und den UNO-Vetomächten sowie Deutschland über das iranische Atomprogramm statt. Die jüngste Verhandlungsrunde im Mai in Bagdad hatten keinen Durchbruch gebracht.
Mehrere westliche Regierungen verdächtigen den Iran, unter dem Vorwand eines zivilen Atomprogramms heimlich an einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist das zurück. In Peking treffen sich am Mittwoch und Donnerstag die Mitglieder der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Diesem von Russland und China dominierten Bündnis gehören auch die vier ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan an.
Publiziert am 03.06.2012