Vater klagt wegen Tötung des Attentäters von Toulouse
Der Vater von Mohamed Merah, dem Serienattentäter von Toulouse, hat Klage wegen „Ermordung“ seines Sohnes eingereicht. Die Klage gegen unbekannt richte sich gegen die Polizeispitze, die den Befehl zur Erstürmung des Wohnung des Attentäters im südfranzösischen Toulouse gegeben habe, teilte seine Anwältin Isabelle Coutant-Peyre heute in Paris mit.
Sie versicherte, dass die Familie im Besitz von Videoaufnahmen sei, die im Bedarfsfall zur Verfügung gestellt würden. Anfang April hatte die algerische Anwältin des in Algerien lebenden Vaters versichert, sie verfüge über Beweise, dass Mohamed Merah „liquidiert“ worden sei.
Merah hatte im März bei drei Attentaten insgesamt sieben Menschen erschossen, darunter drei Kinder und einen Lehrer vor einer jüdischen Schule. Der 23-Jährige hatte sich als Mitglied des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida bezeichnet. Er wurde am 22. März nach 32-stündiger Belagerung seiner Wohnung von Elitepolizisten erschossen. Merahs Vater hatte unmittelbar danach angekündigt, Frankreich verklagen zu wollen. Die Sicherheitsbehörden hätten seinen Sohn lebendig stellen müssen.
Publiziert am 11.06.2012