Festwochen: Marthaler, Horvath und der Gesangsverein
Vor dem Drama kommt die Groteske. Diese Erkenntnis eint Ödon von Horvath und den Schweizer Festwochen-Dauergast Christoph Marthaler. Seine Version von „Glaube Liebe Hoffnung“ verdoppelt die gegen Schicksalsschläge anrennende Heldin Elisabeth - und führt viele Dialoge zweimal auf. Es ist ein Abend der absurden Litanei zwischen Strumpferverkäuferinnen und Schaufensterpuppen - und der Erkenntnis: Arkadien ist vorbei, der Staat ist vorbei - uns bleibt nur noch der Gesangsverein.
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Publiziert am 14.06.2012