Nur wenige protestieren gegen Sparpolitik in Portugal

Nur wenige tausend Portugiesen haben sich gestern in Lissabon an einer Protestkundgebung gegen die Sparpolitik ihrer Mitte-rechts-Regierung beteiligt. Zu den Protesten hatte der portugiesische Gewerkschaftsbund CGTP aufgerufen. Er hatte eigentlich mit mehr Teilnehmern gerechnet als bei der Kundgebung in Porto im Norden des Landes, bei der am vergangenen Wochenende 30.000 Menschen auf die Straße gegangen waren.

Zwischen 100.000 und 200.000 in Italien

In Rom waren zuvor Zehntausende Italiener einem Aufruf der drei größten Gewerkschaften gefolgt und waren für mehr Wachstum und ein gerechteres Steuersystem auf die Straße gegangen. An der Demonstration beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben zwischen 100.000 und 200.000 Menschen.

Die Chefin der Gewerkschaft CGIL, Susanna Camusso, forderte von Regierungschef Mario Monti einen politischen Kurswechsel, „ohne den das Land keine Perspektiven“ habe. Montis bisherige Sparpolitik habe die „Ungleichheit“ nur verschärft, sie liefere keine Antworten auf drängende Probleme wie etwa die Arbeitslosigkeit.