Mindestens 18 Tote bei Kämpfen mit PKK in der Türkei

Bei Kämpfen zwischen türkischen Soldaten und kurdischen Aufständischen sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen heute mindestens 18 Menschen getötet worden.

Kämpfer der PKK hätten bei drei gleichzeitigen Angriffen auf Militärposten im Südosten des Landes acht Soldaten getötet und 16 verletzt, hieß es. Der Gouverneur der Provinz Hakkari teilte mit, bei anschließenden Gefechten seien zehn PKK-Mitglieder getötet worden. Die Kämpfe fanden nahe der Grenze zum Irak statt, wo sich Tausende radikale Kurden in den Bergen verschanzt halten.

Erdogan: „Kampf fortsetzen“

„Wir werden den Kampf bis zum Schluss fortsetzen“, sagte der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan laut Nachrichtenagentur Anadolu am Rande des G-20-Gipfels in Mexiko in einer Reaktion auf den Gewaltausbruch. „Früher oder später werden wir gewinnen.“ Er forderte die „Terroristen“ auf, ihre Waffen niederzulegen.

Hochrangige Militärs und mehrere Minister des türkischen Kabinetts reisten nach dem Angriff in die Region, die auch an den Iran grenzt. Staatschef Abdullah Gül verurteilte die Gewalt. Zugleich sagte er, die Türkei werde „das terroristische Problem lösen, ohne Abstriche an ihrer staatlichen Autorität und der Rechtsstaatlichkeit zu machen“.

Die PKK wird von der Türkei, der Europäischen Union und den USA als Terrororganisation eingestuft. Bei ihrem Kampf für einen unabhängigen Kurdenstaat sind seit 1984 mehr als 40.000 Menschen ums Leben gekommen.

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