IWF könnte Kreditbedingungen für Griechen neu verhandeln

Der IWF könnte die Kreditbedingungen für das pleitebedrohte Griechenland ändern. Der Währungsfonds werde Verhandlungen über mögliche Anpassungen starten, sagte ein IWF-Sprecher der Nachrichtenagentur Bloomberg heute.

In der kommenden Woche sollen erstmals seit dem griechischen Regierungswechsel Experten der Troika aus IWF, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) nach Athen reisen, um die wirtschaftlichen Entwicklungen zu untersuchen und das neue politische Spitzenpersonal zu treffen. Danach solle es zu Verhandlungen kommen, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice laut Bloomberg.

Einen konkreten Zeitpunkt nannte Rice dem Bericht nach nicht. Der Währungsfonds sei aber offen für Diskussionen, sofern die neue Regierung Ideen habe, wie die Ziele des Reformprogramms erreicht werden können, heißt es weiter.

Samaras fordert „einige Änderungen“

In einem Schreiben versicherte der wegen einer Augenoperation verhinderte griechische Premier Antoni Samaras seinen Partnern beim EU-Gipfel, dass sein Land die Verpflichtungen gegenüber den Geldgebern erfüllen werde. Einige Änderungen seien jedoch notwendig, um die Arbeitslosigkeit und die Rezession zu bekämpfen. Samaras sicherte zu, das Privatisierungsprogramm zu beschleunigen. Er wolle die Standpunkte Athens seinen Amtskollegen erklären, sobald es ihm die Ärzte erlaubten, fügte Samaras hinzu.

Publiziert am 28.06.2012