„Falter“: MOL zahlte Mensdorff zwei Mio. Euro
Der Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly ist laut Wochenzeitung „Falter“ auch auf der Honorarliste des ungarischen Ölkonzerns MOL gestanden. Er soll 2005 zwei Mio. Euro von dem ungarischen Konzern kassiert haben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Einsicht in ein Mensdorff-Bankkonto.
Damals hielt die OMV, die ebenfalls Mensdorff-Pouilly insgesamt in mehreren Schritten rund 1,5 Mio. Euro bezahlt haben soll, einen zehnprozentigen Anteil an der MOL und kaufte weitere Anteile zu, um den ungarischen Konkurrenten zu übernehmen. Letztendlich scheiterte das Vorhaben und die OMV verkaufte ihren MOL-Anteil Ende März 2009.
Laut „Falter“ soll die Staatsanwaltschaft prüfen, ob „sich OMV-Vorstände möglicherweise strafbar gemacht“ hätten. Der Grün-Abgeordnete Peter Pilz hatte die Geldflüsse der OMV an Mensdorff-Pouilly bereits im Juni 2009 in die Schlagzeilen gebracht und im September 2011 eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien eingebracht. „In der Causa werde schon intensiv ermittelt“, sagte Pilz auf APA-Anfrage. Staatsanwaltssprecher Thomas Vecsey konnte auf APA-Anfrage Ermittlungen „weder bestätigen noch dementieren“. Aus der OMV hieß es dazu „kein Kommentar“. Vom Anwalt Mensdorff-Pouillys war vorerst keine Stellungnahme zu erhalten.
Publiziert am 03.07.2012