Themenüberblick

Katar beantragte höhere Investmentquote

Das ölreiche Emirat Katar will bis zu fünf Mrd. US-Dollar (3,99 Mrd. Euro) in Chinas Aktienmarkt investieren. Der Staatsfonds des Emirats beantragte in Peking eine entsprechende Investmentquote, die fünfmal höher liegt als die bisherige Grenze von einer Milliarde, wie chinesische Staatsmedien Ende Juni berichteten.

Der Golfstaat will damit die Einnahmen aus seinen Flüssiggaslieferungen an China direkt im Land anlegen, sagte der Energie- und Industrieminister, Mohammed al-Sada, bei einem Besuch in Peking. Der Antrag sei in Peking auf positive Reaktion gestoßen.

China lockert Beschränkungen

Die geplante Ausweitung der Investitionen Katars erfolgt im Rahmen des 2002 eingeführten Programms für qualifizierte institutionelle ausländische Anleger (QFII). Es ist einer der wenigen Kanäle, über die Ausländer in China chinesische Yuan in heimische A-Aktien stecken können, deren Handel primär chinesischen Anlegern vorbehalten ist. QFII-Investoren halten gegenwärtig 1,1 Prozent des Marktwertes der A-Aktien.

Bisher konnten Ausländer an Chinas Börsen in Schanghai und Shenzhen vor allem nur US-Dollar in B-Aktien investieren. Angesichts des wachsenden Interesses von Staatsfonds und anderen ausländischen Investoren hat China angefangen, die Beschränkungen zu lockern. Trotz der gegenwärtigen leichten Schwäche an Chinas Aktienmärkten äußerte sich Sada allerdings zuversichtlich über das langfristige Wachstumspotenzial von A-Aktien.

Links:

Publiziert am 29.07.2012