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Sorge vor neuem Putschversuch
Die aus 1.200 Einsatzkräften bestehende Truppe sei direkt dem Präsidenten unterstellt und solle den Schutz des Staatschefs, des Ministerpräsidenten, des Parlamentspräsidenten und der Präsidenten weiterer staatlicher Institutionen gewährleisten, teilte das Ministerium für Kommunikation in Bamako am Montag mit.
Ausrüstung aus dem Ausland
Die Truppe solle so schnell wie möglich eingesetzt werden. Bei den Einsatzkräften handle es sich um neue Absolventen von Polizei- und paramilitärischen Schulen. Regierungschef Cheick Modibo Diarra habe mit Mali verbündete Länder um Unterstützung des Trainings und um Ausrüstung gebeten.
Diarra war kürzlich nach Algerien, Frankreich und Marokko gereist. Mit der Bildung der Schutztruppe komme die Übergangsregierung den Forderungen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) nach, hieß es in der Erklärung des Ministeriums.
Schutz nur von malischen Truppen
Die ECOWAS hatte Malis Übergangspräsidenten Dioncounda Traore zuvor aufgefordert, ECOWAS und die Vereinten Nationen (UNO) unverzüglich um die Entsendung afrikanischer Truppen nach Mali zu bitten, die vor allem dem Schutz des Präsidenten dienen sollten. Vertraute Traores erklärten jedoch, der Präsident wolle aus „nationalem Stolz“ von malischen Truppen geschützt werden.
Traore hält sich seit einem Übergriff im Mai zur Behandlung in Paris auf. Die ECOWAS hatte Diarra zudem aufgefordert, bis Ende Juli eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden, die das Land aus der Krise führen soll.
Norden unter Kontrolle der Islamisten
Nach dem Sturz von Präsident Amadou Toumani Toure durch eine Gruppe meuternder Soldaten am 22. März hatten die Tuareg gemeinsam mit mehreren islamistischen Gruppen den gesamten Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht. Seitdem wurden sie aber von den Islamisten aus den wichtigsten Städten Timbuktu, Gao und Kidal vertrieben.
Während die MNLA für einen unabhängigen Staat im Norden Malis eintritt, wollen die Islamisten das islamische Recht der Scharia einführen. Die Tuareg harren Berichten zufolge nun in kleinen Gruppen im Norden Malis aus, wobei sie vor allem ums eigene Überleben kämpfen und nicht die Kraft für eine Rückeroberung der verlorenen Gebiete haben.
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Publiziert am 13.07.2012