Emirate nahmen Milliardenpipeline in Betrieb

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine Pipeline in Betrieb genommen, über die sie im Falle einer Sperre der Straße von Hormus weiter Öl exportieren könnten. Ein Regierungsbeamter sagte gestern in Abu Dhabi, nach umfangreichen Tests sei nun erstmals Öl über die 360 Kilometer lange Pipeline transportiert und nach Pakistan verschifft worden.

Der Iran hat gedroht, die strategisch bedeutende Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Indischen Ozean zu blockieren, falls der Streit um sein Atomprogramm eskalieren sollte. Die Pipeline hat mehr als drei Milliarden US-Dollar gekostet. Sie verbindet die Ölfelder von Abu Dhabi mit dem Emirat al-Fudschaira.

Die Kapazität der Pipeline von derzeit 1,5 Millionen Barrel pro Tag soll später auf 1,8 Millionen Barrel steigen. Damit könnten 70 Prozent der Fördermenge von Abu Dhabi über al-Fudschaira exportiert werden.

Publiziert am 15.07.2012