„Diablo 3“-Entwickler verteidigt Onlinezwang
Zwar ist das Action-Rollenspiel „Diablo 3“ von Blizzard Entertainment ein großer Erfolg, was die Verkaufszahlen anbelangt, doch es gibt noch so einiges, was die Fans daran stört.
In erster Linie ist es der viel bemängelte Onlinezwang, der nach wie vor in der Kritik der Spieler steht. Auch technische Probleme beim Release des Games vergällten vielen den Spielspaß. Blizzard-Chef Mike Morhaime hat nun in einem Brief an die Community Stellung zu den Kritikpunkten bezogen.
Ansturm zum Spielstart unterschätzt
Demnach habe Blizzard den Ansturm der Fans zum Spielstart schlicht und einfach unterschätzt. Man habe versucht, sich großzügig an Verkaufszahlen älterer Blizzard-Spiele und der Vorbestellungen zu orientieren, um genügend Kapazitäten zu schaffen. Letztendlich sei es aber einfach nicht genug gewesen, da der Titel innerhalb weniger Tage von null auf mehr als sechs Millionen Spieler gekommen sei, so Morhaime.
Bisher kein funktionierender Crack
Den umstrittenen Onlinezwang verteidigte Morhaime. Das Spiel sei von Beginn an als Onlinetitel konzipiert worden, das man gemeinsam mit Freunden spielt. Die Onlinepflicht sei langfristig der beste Weg, um dieses Konzept zu unterstützen. Natürlich spiele der Onlinezwang auch als Schutz gegen Cheats und Cracks eine Rolle - mit Erfolg, so Morhaime. Denn bisher sei noch kein wirklich funktionierender Crack aufgetaucht.
Neue Inhalte kommen mit Update
Gleichzeitig stellte der Blizzard-Chef neue Inhalte und Updates in Aussicht. Mit Patch 1.0.4 sollen einerseits selten genutzte und zu schwache Klassenfertigkeiten verstärkt werden, sowie einige legendäre Gegenstände verbessert und erneuert werden. Wann der Patch erscheint, verriet Morhaime allerdings nicht.
Publiziert am 20.07.2012