Brände in Italien: Campingplätze evakuiert

Bei großer Hitze und Trockenheit sind in Italien weiterhin Löschflugzeuge und Helikopter im Dauereinsatz gegen Dutzende zumeist kleinere Brände. In der Nähe von Ravenna an der Adria mussten Campingplätze evakuiert werden, weil sich die Flammen gefährlich näherten.

In Massa Marittima in der Toskana zerstörte ein Brand einen Ferienbauernhof. Zwei Touristen mussten in Sicherheit gebracht werden, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Von den 33 Bränden von der Emilia-Romagna bis nach Sizilien konnten die eingesetzten Löschflugzeuge zwölf stoppen. Ein 85-Jähriger starb in Kalabrien, als er brennendes Reisig löschen wollte. Ein Feuerwehrmann erlitt Rauchgasvergiftungen.

Feuer auf Madeira

Nicht nur Italien hat nach dem trockenen Winter mit Feuern zu kämpfen. Starke Winde und hohe Temperaturen waren in Portugal die Grundlage für etwa 200 Brände, Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht und Straßen gesperrt werden. Die Nachrichtenagentur Lusa meldete mehrere Brände auf der Atlantikinsel Madeira, die die Hauptstadt Funchal in dicken Nebel hüllten.

Kinderlager in Griechenland geräumt

Die griechische Feuerwehr kämpfte unterdessen mit Hundertschaften gegen ein Großfeuer 40 Kilometer südlich von Athen. Eine Ferienkolonie mit etwa 300 Kindern musste ebenso evakuiert werden, wie mehrere orthodoxe Klöster der Region, wie die Feuerwehr berichtete. Auf der Peleponnes konnte dagegen ein Großbrand nahe der Hafenstadt Patras unter Kontrolle gebracht werden.

Publiziert am 20.07.2012