Tschechiens Präsident lobt „großartiges“ AKW Temelin

Ungeachtet der Dauerkritik am tschechischen Atomkraftwerk Temelin hat Präsident Vaclav Klaus den Bauplatz einer geplanten Erweiterung der Anlage besucht. Temelin sei „eine großartige Sache“, deren Nutzen die tschechischen Bürger schätzen sollten, sagte Klaus gestern.

Den umstrittenen Ausbau des störungsanfälligen Meilers nannte der neoliberale Politiker eine „rationale Lösung“ im Interesse der Wirtschaft. „Es geht hier nicht um nukleare Begeisterung.“

Das an Tschechiens bayrisch-österreichischer Grenze liegende Atomkraftwerk soll bis 2025 für acht Milliarden Euro um zwei Reaktoren französischer, amerikanischer oder russischer Konstruktion erweitert werden. Umweltschützer beiderseits der Grenzen äußerten Sicherheitsbedenken.

Publiziert am 20.07.2012