EGMR verhandelt über Fall Timoschenko
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wird sich am 28. August in einer mündlichen Verhandlung mit dem Fall der ehemaligen ukrainischen Regierungschefin Julia Timoschenko befassen. Die im August 2011 eingelegte Beschwerde betreffe insbesondere die Bedingungen ihrer Untersuchungshaft und das Strafverfahren gegen sie, teilte der Gerichtshof gestern mit. Ein Urteil soll erst später verkündet werden.
Die 51-Jährige war in einem umstrittenen Prozess im Oktober 2011 wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Die EU und die USA hatten das Verfahren als politisch motiviert kritisiert. Bereits im März dieses Jahres hatte der Gerichtshof eine „angemessene medizinische Behandlung“ für Timoschenko verlangt, die an einem Bandscheibenvorfall leidet. Im Mai war sie in eine Klinik außerhalb des Straflagers verlegt worden.
Publiziert am 20.07.2012