Saudi-Arabien: Ausländer bei Ramadan-Verstößen ausweisen

Saudi-Arabien will nicht-muslimische Ausländer ausweisen, die sich in der Öffentlichkeit nicht an die Regeln des Fastenmonats Ramadan halten. Die Ausländer müssten „die Gefühle der Muslime respektieren, indem sie an öffentlichen Orten, auf der Straße und am Arbeitsplatz weder essen, trinken noch rauchen“, ordnete das saudi-arabische Innenministerium gestern zu Beginn des im Islam heiligen Fastenmonats an.

Verstöße könnten mit der Kündigung von Arbeitsverträgen oder der Ausweisung aus dem Land geahndet werden, erklärte das Ministerium, das selbst von „radikalen Maßnahmen“ sprach. „Unternehmen, Gesellschaften und Einzelpersonen“ wurden offiziell aufgefordert, ihre Angestellten über die Richtlinien zu informieren. Saudi-Arabien zählt 27 Millionen Einwohner, acht Millionen davon sind Ausländer. In dem ölreichen Land wird eine strenge Auslegung des Islam angewendet.

Publiziert am 20.07.2012