Ban Ki Moon schickt Militärexperten nach Syrien

Mit Beginn des Fastenmonats Ramadan hat das syrische Militär eine massive Gegenoffensive gegen die Aufständischen gestartet. Nach Angaben der Opposition überrannten die Regierungstruppen gestern einen Vorort von Damaskus. Nördlich der Stadt Homs seien Truppen zusammengezogen worden. Die Handelsmetropole Aleppo war den zweiten Tag in Folge heftig umkämpft.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon schickt nun zwei seiner höchsten Militärexperten nach Syrien. Er werde seinen Untergeneralsekretär für Friedensmissionen, Herve Ladsous, in die Krisenregion entsenden, sagte Ban gestern bei einem Besuch in Kroatien. Gleichzeitig solle General Babacar Gaye „vorerst in dieser kritischen Phase“ die Beobachtermission Unsmis leiten.

Chemiewaffen-Lager unter Beobachtung

Die Rebellen kündigten an, sie wollten die gefürchteten Chemiewaffen des Assad-Regimes unter ihre Kontrolle bringen. „Wir haben eine Gruppe, die die Chemiewaffen sichern soll“, sagte General Adnan Silou, ein ranghoher Überläufer zur Freien Syrischen Armee, der britischen Zeitung „Daily Telegraph“. Silou, der unter Assad selbst für die Waffen zuständig war, sprach von zwei Lagerstandorten für Giftgas - einer östlich von Damaskus, einer nahe Homs. Syrien soll größere Mengen der Kampfstoffe Sarin und Senfgas besitzen.

Man glaube, dass sich die Chemiewaffen weiterhin unter Kontrolle der syrischen Regierung befinden, teilte die US-Regierung gestern mit. Es herrscht die Sorge, dass die Waffen in falsche Hände geraten.

Publiziert am 21.07.2012