Iranische Agentur berichtet über Demo gegen hohe Preise

In der iranischen Stadt Nischapur hat es Proteste gegen einen drastischen Anstieg von Lebensmittelpreisen gegeben. Das meldete gestern die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur ISNA. Demnach gingen in der im Nordosten des Landes gelegenen 270.000-Einwohner-Stadt Menschen auf die Straße, um gegen die Verdoppelung der Preise für Hühnerfleisch in den vergangenen zwei Monaten zu demonstrieren.

Behördenvertreter hätten eine Lösung des Problems zugesagt, hieß es in dem Bericht. Es habe keine Festnahmen und keine Gewalt gegeben. Berichte über Demonstrationen in den staatlichen iranischen Medien sind äußerst selten. In Nischapur sollen die Demonstranten Missmanagement der Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad für die steigenden Lebensmittelpreise verantwortlich gemacht haben.

Westliche Beobachter in Teheran vermuten, dass auch westliche Sanktionen gegen das iranische Atomprogramm zu steigenden Preisen führen: Die iranische Währung hat massiv an Wert verloren, und Subventionen auch für Grundbedürfnisse wurden gekürzt.

Publiziert am 23.07.2012