Vermutlich 144 Tote nach Fährunglück in Sansibar

Nach dem Fährunglück vor Sansibar ist die Zahl der Toten auf mindestens 78 gestiegen. Wie die Behörden gestern mitteilten, wurden zudem noch immer 66 Menschen vermisst. Allerdings geht die Polizei bereits seit der vergangenen Woche nicht mehr davon aus, dass noch Überlebende gefunden werden, weshalb mit insgesamt 144 Todesopfern gerechnet werden muss.

Der Vizepräsident des Archipels Sansibar, Seif Ali Idi, teilte mit, dass 145 Passagiere der „MV Skagit“, die am Mittwoch auf dem Weg von Tansania nach Sansibar bei schwerer See gesunken war, gerettet werden konnten. Tauchern gelang es bisher aber nicht, zum Wrack des gesunkenen Schiffes vordringen. Die zuletzt geborgenen Leichen seien von Fischern gefunden worden, sagte Idi.

Unterdessen wurde gestern der Rücktritt des zuständigen Ministers für Wassertransport, Hamad Masud Hamad, bekanntgegeben. Die Untersuchung des Unglücks ist noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben des Polizeikomissars von Sansibar, Musa Ali Musa, befragte die Polizei den Besitzer des Bootes, den Kapitän sowie einen Mitarbeiter der Bootsgesellschaft.

Publiziert am 23.07.2012