ExxonMobil verbucht 15,9 Milliarden Gewinn

Der weltgrößte Ölkonzern ExxonMobile hat einen gigantischen Gewinn eingefahren. Im zweiten Quartal verdiente der US-Konzern unterm Strich 15,9 Milliarden Dollar (12,9 Mrd. Euro) und damit eineinhalbmal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der Sprung kam allerdings nur durch Anteilsverkäufe und damit zusammenhängende Steuereffekte zustande.

Ohne diese Sondereinnahmen verdiente der Konzern mit 8,4 Mrd. Dollar deutlich weniger, wie das Unternehmen gestern erklärte. Denn nicht nur die Ölpreise sind gesunken, sondern auch die Fördermengen. Exxon-Chef Rex Tillerson sprach von „globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten“.

Shell mit Gewinneinbruch

Die unsichere Wirtschaftslage mit europäischer Schuldenkrise bekam der niederländisch-britische Shell-Konzern bereits zu spüren. Der Gewinn im zweiten Quartal sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 53 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar ab (3,3 Mrd. Euro).

Nicht ganz so drastisch sieht die Lage bei der norwegischen Statoil aus. Weil das Unternehmen seine Förderung um ein Drittel nach oben schraubte, fiel der Gewinnrückgang mit zwei Prozent moderat aus. Statoil verdiente unterm Strich 26,6 Milliarden Kronen (3,6 Mrd. Euro). Norwegen deckt 27 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs und ist der zweitwichtigste Lieferant nach Russland.