Israel verstärkt Barrieren an Golan-Grenze zu Syrien

Angesichts der zunehmenden Gewalt in Syrien hat Israel auf den Golanhöhen seine Grenzbarrieren zu dem nördlichen Nachbarland verstärkt. Unter anderem würden zusätzliche Sperren angebracht und Gräben ausgehoben, um Fahrzeuge zu stoppen.

Außerdem seien zusätzliche israelische Soldaten in das Gebiet entsandt worden, offiziell zu Trainingszwecken, tatsächlich aber, um im Ernstfall eingreifen zu können, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP. Israel befürchtet demnach einen Grenzübertritt von syrischen Flüchtlingen.

Mehrere Zwischenfälle

Weiters hieß es, mit der Verstärkung der Grenzbarrieren entlang der Waffenstillstandsgrenze zu Syrien sollten „Destabilisierungsversuche terroristischer Organisationen“ unterbunden werden. Flüchtlinge, deren Leben in Gefahr sei, würden vorübergehend aufgenommen.

Im Mai 2011 waren vier Menschen getötet worden, als israelische Soldaten auf den Golanhöhen auf demonstrierende Palästinenser geschossen hatten. Anfang Juni eröffneten israelische Soldaten auf den Golanhöhen erneut das Feuer auf Demonstranten. Nach israelischen Angaben wurden dabei zehn Menschen getötet, syrische Staatsmedien berichteten von 23 Toten. Israel hatte die Golanhöhen nach dem gewonnenen Sechstagekrieg vom Juni 1967 besetzt und 1981 annektiert.

Publiziert am 26.07.2012