Mordkomplott gegen Mandela: Rechtsextremist verurteilt
Ein südafrikanisches Gericht hat gestern den Anführer einer rechtsextremistischen Gruppe, die offenbar den früheren Präsidenten Nelson Mandela ermorden wollte, wegen Hochverrats für schuldig befunden.
Wie der Sender SABC berichtete, ist Mike du Toit der erste Angeklagte in dem seit neun Jahren andauernden Verfahren, der schuldig gesprochen wurde. In dem Verfahren sind 20 Männer angeklagt, im Jahr 2002 die Ermordung Mandelas geplant und eine Serie von Bombenanschlägen verübt zu haben, mit der die Regierung gestürzt werden sollte. Sie müssen sich wegen Mordes, Terrorismus oder Hochverrats verantworten.
Die nach den ersten niederländischen Kolonisten benannte Gruppe namens Boeremag soll hinter neun Bombenattentaten im Oktober 2002 im Township Soweto in Johannesburg stecken. Dabei gab es ein Todesopfer und Dutzende Verletzte. Die Anschlagserie sollte Panik und Instabilität verbreiten und den regierenden Afrikanischen Nationalkongress (ANC) stürzen. Danach sollten nach den Plänen der Rechtsextremisten Schwarze und Inder aus dem Land vertrieben werden.
Publiziert am 26.07.2012