Neuer Schlag für Euro-Zone: Moody’s stuft Slowenien ab
Neuer Schlag für die Euro-Zone aus den USA: Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit des angeschlagenen Mitgliedslandes Slowenien um drei Stufen gesenkt.
Die Bewertung sei von „A2“ auf „Baa2“ verringert worden, teilte die Agentur gestern Abend mit. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass Slowenien unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen muss.
Damit ist das Land nach Einschätzung von Moody’s nur noch zwei Stufen oberhalb des Ramschstatus angesiedelt. Ab der Einstufung „Ba1“ werden Anleihen nicht mehr als Investment empfohlen, sondern gelten als spekulative Anlage. Weitere Abstufungen sind möglich, da die Agentur den Ausblick auf „negativ“ beließ.
Mehr Geld für Banken nötig
Moody’s zufolge benötigt das Bankensystem des Landes mehr frisches Geld, das erhöhe die Risiken für Slowenien. Zudem stiegen die Finanzierungskosten des Landes, und sein Zugang zum Kapitalmarkt werde schwieriger. Schließlich bleibe die slowenische Wirtschaft schwach.
Publiziert am 03.08.2012