Athen und Troika-Geldgeber nähern sich einer Einigung an
Eine grundsätzliche Einigung auf das neue Sparpaket Griechenlands mit den Kontrolleuren der internationalen Geldgeber deutet sich an. Das verlautete heute aus Verhandlungskreisen. Demnach soll es am Sonntag ein vorläufig letztes Treffen der Troika-Experten von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) mit dem griechischen Finanzminister Giannis Stournaras geben.
Danach wollten die Kontrolleure vorerst abreisen und Athen Zeit geben, „schnell und in die richtige Richtung zu arbeiten“, hieß es. Es gehe um letzte Details des gut 11,5 Milliarden Euro schweren Sparpakets für die nächsten zwei Jahre, sagte ein Mitarbeiter der Troika der Nachrichtenagentur dpa. Bereits am Vortag hatte der IWF-Vertreter Poul Thomsen die Unterredungen als „exzellent“ bezeichnet.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Troika grünes Licht für weitere Finanzhilfen gibt. Denn Athen ist in erheblichem Rückstand bei seinen zugesagten Reform- und Sparschritten. Nur nach langem Gezerre einigte sich die Regierungskoalition aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken auf das neue Sparpaket. Die Experten der Geldgeber würden im September erneut nach Athen reisen, um dann zu prüfen, inwieweit Griechenland das Sparprogramm in die Tat umsetze, sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums der dpa.
Publiziert am 03.08.2012