Feuer auf Mülldeponie von Palermo
Ein Feuer tobt schon seit einigen Tagen auf der größten Mülldeponie von Palermo. Die Flammen seien auf Brandstifter zurückzuführen, vermuten die Behörden. Riesige, giftige Rauchwolken stiegen rund um die hügelige Gegend auf, weshalb gesundheitliche Auswirkungen befürchtet wurden.
Der Bürgermeister ordnete die Vernichtung landwirtschaftlicher Produkte rund um die Deponie an, berichteten italienische Medien heute.
Steckt Mafia dahinter?
Er verdächtigt die Mafia als Brandstifter, vor allem bei Sondermüll. Dadurch würden sich darin verstrickte Unternehmer die hohen Kosten für die fachgerechte Entsorgung ersparen.
Wegen des Feuers türmten sich 3.300 Tonnen Müll auf den Straßen der sizilianischen Hauptstadt, die in den vergangenen Monaten immer wieder von Problemen mit der Entsorgung geplagt war.
Das hat inzwischen die Mafia ausgenützt, um illegale Deponien zu errichten. Italien produziert nach Angaben von Umweltschützern mehr Abfall als der EU-Durchschnitt. Auch Recycling wird deutlich weniger gefördert als in anderen europäischen Ländern.
Publiziert am 05.08.2012