Athener Minister: Migrationswelle ist „Invasion“

Der griechische Minister für Bürgerschutz, Nikolaos Dendias, hat die unkontrollierte Zuwanderung nach Griechenland mit einer Invasion verglichen. „Das Land geht unter. Wir sind mit einer Invasion konfrontiert“, sagte der Minister heute im griechischen Fernsehen.

Die Sicherheitskräfte würden konsequent ihre seit zwei Tagen begonnene landesweite Aktion gegen die illegale Migration fortsetzen.

1.100 Menschen in Auffanglager gebracht

Griechenland geht seit Samstagfrüh mit einem großen Polizeiaufgebot gegen illegal Eingewanderte vor. Rund 1.500 Polizisten waren am Wochenende allein in der Hauptstadt Athen im Einsatz, um vermeintliche Nicht-EU-Ausländer ohne Aufenthaltserlaubnis zu kontrollieren, wie die Polizei mitteilte. Bis heute Früh seien mehr als 1.100 Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis in ein Auffanglager bei Athen gebracht worden.

Laut Medienberichten gab es weitere Einsätze an der türkischen Grenze im Nordosten des Landes. Die Maßnahme werde fortgesetzt und sei nicht vorübergehend, sagte Dendias im Rundfunk.

Das Land an der südöstlichen Außengrenze der EU ist seit längerem Anlaufpunkt für Migranten vor allem aus Asien und Afrika. In den vergangenen zehn Jahren haben mehr als eine Million Menschen dort Zuflucht gesucht. Allein 2010 waren es laut griechischen Angaben 128.000.

Publiziert am 06.08.2012