Morgan Stanley: Rotstift bei Vermögensverwaltung?

Die US-Investmentbank Morgan Stanley tritt angesichts wegbrechender Erträge weiter auf die Kostenbremse. Wie mehrere mit der Sache vertraute Personen gegenüber Reuters sagten, erwägt das Institut, in der Vermögensverwaltung für Privatkunden Büros zu schließen und Stellen abzubauen.

Die US-Bank kontrolliert den Broker Morgan Stanley Smith Barney, ein Joint Venture mit der Citibank-Tochter Smith Barney. Bis zu 100 Geschäftsstellen könnten den Sparplänen zum Opfer fallen. Wie viele Jobs wackeln, war zunächst nicht zu erfahren. Die Einschnitte sollen in den kommenden Wochen verkündet werden.

Bereits seit einiger Zeit müssen die Investmentbanken weltweit den Rotstift ansetzen. Die Euro-Schuldenkrise verhagelt den Instituten das Geschäft. Auch im Bereich Fusionen und Übernahmen ist derzeit nicht viel zu holen. Morgan Stanley hatte schon bei der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen Mitte Juli erklärt, bis zum Jahresende sieben Prozent der Stellen abbauen zu müssen.

Publiziert am 08.08.2012