Migrant im Zentrum Athens erstochen

Fünf Unbekannte haben im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen einen 19-jährigen Migranten aus dem Irak überfallen und mit mehreren Messerstichen tödlich verletzt. Der Mann starb gestern Nachmittag in einem Krankenhaus.

Der Minister für öffentliche Ordnung, Nikolaos Dendias, verurteilte die Tat und kündigte an, dass Staat und Justiz „unerbittlich gegen die Täter dieser Verbrechen“ vorgehen werde. Die Täter hatten laut Augenzeugenberichten zuvor zwei andere dunkelhäutige Ausländer angegriffen. Diese hätten sich aber in Sicherheit bringen können, sagte ein Polizeioffizier.

Soziale Lage sehr angespannt

Wegen der dramatischen Finanzlage, der hohen Arbeitslosigkeit und der großen Zahl von Migranten und Flüchtlingen aus asiatischen und afrikanischen Staaten gilt die soziale Lage in Griechenland als besonders angespannt. Die ausländerfeindlichen und rassistische Partei Goldene Morgenröte ist im griechischen Parlament mit 18 Abgeordneten vertreten.

Publiziert am 12.08.2012