Nach Erdbeben: Iran doch für internationale Hilfe offen

Drei Tage nach dem verheerenden Doppelbeben im Nordwesten des Irans will das Land nun doch internationale Hilfe annehmen. Das sagte Vizepräsident Mohamed-Resa Rahimi heute der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Ursprünglich hatte Teheran die Hilfsangebote abgelehnt. Unterdessen berichtete die Agentur Fars, Helfer hätten doch noch weitere Tote geborgen, darunter eine 27-Jährige. Genaue Opferzahlen nannte Fars jedoch nicht.

Über 300 Menschen waren bei den beiden Beben innerhalb von elf Minuten am Samstag in der Provinz Aserbaidschan ums Leben gekommen. Etwa 5000 wurden nach Angaben der Notdienste verletzt, davon mussten rund 2000 in Krankenhäusern behandelt werden.

Gestern hatte Iran mitgeteilt, die Suche nach weiteren Verschütteten sei eingestellt worden, da nicht mehr mit weiteren Opfern gerechnet werde. Etwa 16 000 Menschen wurden nach den Erdstößen obdachlos.

Publiziert am 14.08.2012