Mitarbeiter könnten Facebook-Aktie weiter unter Druck bringen
Nach dem verpatzten Börsengang von Facebook könnten ab heute mit US-Handlesbeginn mehr als 271 Millionen Aktien des Sozialen Netzwerks in den Handel kommen - und den Preis weiter nach unten drücken. Heute endet eine erste Haltefrist für Aktionäre, die schon länger Facebook-Papiere besitzen, wie Mitarbeiter und Geschäftspartner des Unternehmens.
Facebook hatte beim Börsengang Mitte Mai betont, es habe mehrere solcher Haltefristen eingezogen, um eine Aktienschwemme zu vermeiden. In den kommenden neun Monaten enden mehrere dieser Fristen. Insgesamt könnten Altaktionäre in diesem Zeitraum 1,9 Milliarden Aktien verkaufen. Facebook warnte bereits, dass der Preis der Aktien „zurückgehen“ könnte, sollte es zu „bedeutenden Verkäufen kommen“.
Deutlicher Preisverfall
Der Preis der Facebook-Aktie ist seit dem Börsengang am 18. Mai bereits deutlich gefallen. Gestern lag er kurz vor Börsenschluss in New York bei 21,08 Dollar. Bei Ausgabe der Aktien kostete das Papier 38 Dollar. Anfang August war der Preis sogar unter 20 Dollar gerutscht.
Zu den Unternehmen, die bereits vor dem Börsengang Aktien von Facebook besaßen, gehören etwa Microsoft, die Risikokapitalgeber Accel Partners und Tiger Global Management, die Bank Goldman Sachs und der Investor Peter Thiel. Facebook-Gründer Marc Zuckerberg darf seine Aktien ab dem Herbst verkaufen.
Publiziert am 16.08.2012