Twitter verärgert Entwickler mit neuen Nutzungsregeln
Der Kurznachrichtendienst Twitter will die Nutzung durch externe Software von Drittanbietern künftig strenger reglementieren. Über die neue Datenschnittstelle werden Datenabrufe künftig unterschiedlich erlaubt sein, kündigte der Dienst gestern an. Zudem müssen sich Anwendungen dafür registrieren und auch Designrichtlinien einhalten.
Bisher konnten Apps in einer Stunde bis zu 350-mal auf Twitter-Daten zugreifen. Künftig gibt es eine Unterscheidung nach der Art der abgerufenen Daten, dann sollen entweder bis zu 60 Abrufe oder wie für die Darstellung der Twitter-Mitteilungen bis zu 720 Abrufe möglich sein. Twitter will das System so laut eigenen Angaben vor Missbrauch schützen.
„Wirst du ein ängstlicher Raubvogel?“
Bei Softwareentwicklern stieß die Ankündigung auf Kritik. Ihrer Meinung nach versucht Twitter Drittanbieter aus dem System auszuschließen, damit die Nutzer eher Angebote direkt von Twitter nutzen - und damit auch Werbung von Twitter selbst statt von anderen Diensten ausgespielt sehen.
„Twitter, welche Art von Vogel wirst Du sein?“, fragte der Chef des Dienstes Bottlenose.com, Nova Spivac, in einer Onlinepetition, die Twitter dazu aufruft, weiter eine offene Plattform zu bleiben. „Bist du immer noch dieser aufgeweckte kleine Vogel, den alle lieben, oder wirst Du ein ängstlicher Raubvogel?“
Publiziert am 17.08.2012