Diplomatisches Ringen um Assange geht weiter

Der diplomatische Konflikt zwischen Großbritannien und Ecuador um WikiLeaks-Gründer Julian Assange soll nach den Plänen Quitos eine größere internationale Dimension erhalten.

Die ecuadorianische Führung beantragte eine Sondersitzung der Außenminister der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) für den 23. August, die sich mit dem Fall befassen soll. Am Sitz der OAS in Washington verlautete, dass darüber heute entschieden werden solle.

Assange will am Sonntag Stellung nehmen

Assange selbst kündigte unterdessen via Twitter an, am Sonntag vor die Öffentlichkeit zu treten. Der 41 Jahre alte Australier werde „live“ und „vor der Botschaft Ecuadors“ ein Statement abgegeben, hieß es. Unklar blieb, ob Assange, der sich seit acht Wochen in der Botschaft aufhält, tatsächlich persönlich vor das Gebäude tritt. Er würde damit riskieren, von der britischen Polizei festgenommen zu werden.

London beharrt auf Verhaftung

Das dürfte der Startschuss für einen außerordentlichen diplomatischen Konflikt zwischen Ecuador und Großbritannien sein: Entgegen allen Prinzipien des Völkerrechts beharrt London auf der Verhaftung Assanges bis hin zum Eindringen auf ecuadorianisches Hoheitsgebiet. Ecuador ist mit seiner Empörung darüber nicht allein. Die Lösung könnte in einem filmreifen „Ausschmuggeln“ Assanges aus der Londoner Botschaft bestehen.

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