Merkel und Hollande setzten Griechenland unter Druck

Deutschland und Frankreich machen kurz vor den Besuchen des griechischen Ministerpräsidenten Druck auf die Regierung in Athen. Sowohl die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Frankreichs Präsident Francois Hollande betonten bei einem gemeinsamen Auftritt gestern Abend in Berlin, dass Griechenland vor weiteren Finanzhilfen seine Zusagen an die Geldgeber einhalten müsse. Zugleich betonte Hollande aber auch: „Wir wollen, ich will, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt.“

Schäuble lässt Türe offen

Im Ringen um eine Rettung des Euro-Partners lässt der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble inzwischen die Tür für ein Zugeständnis an Athen offen. Der niederländische Finanzminister Kees de Jager forderte Deutschland dagegen auf, bei seiner harten Linie zu bleiben.

„Wenn es bedeutet, Sparmaßnahmen und Wirtschaftsreformen weiter zu verzögern, sind wir ganz und gar dagegen“, sagte er der "Financial Times Deutschland (Freitag-Ausgabe). „Ich sage der deutschen Regierung, dass es das Beste ist, bei ihrer strengen Position zu bleiben.“

Samaras bei Merkel und Hollande

Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras will heute bei Merkel in Berlin und morgen bei Hollande in Paris für einen zeitlichen Aufschub bei den zugesagten Reformschritten werben.

Publiziert am 23.08.2012