Syrischer General offenbar nach Jordanien geflüchtet

Im Bürgerkriegsland Syrien soll sich erstmals ein Kommandeur abgesetzt haben, der größere Kampfverbände befehligt hatte. Jordanische Medien meldeten, General Mohammed Mussa al-Chairat habe heute die Grenze überquert. In der Nacht seien außerdem rund 500 syrische Flüchtlinge nach Jordanien gekommen.

Der Name des Kommandeurs der 7. Division war im Jänner auf einer von den Koordinationskomitees der Syrischen Revolution in der Stadt Dschasim verbreiteten Liste aufgetaucht. Die Aktivisten hatten damals die Namen von Militärs aufgelistet, die nach ihren Angaben an der brutalen Unterdrückung der Protestbewegung in ihrer Stadt beteiligt waren.

Keine Bestätigung gab es für einen Bericht des Nachrichtensenders Al-Arabija, wonach sich auch Vizepräsident Faruk al-Scharaa nach Jordanien abgesetzt haben soll. Ein Kommandeur der Freien Syrischen Armee hatte erst kürzlich erklärt, Al-Scharaa habe sich von Präsident Baschar al-Assad losgesagt. Er halte sich „an einem sehr sicheren Ort in Syrien“ auf. Beobachter hatten spekuliert, dass die Regierungstruppen ihre Angriffe auf die Grenzprovinz Daraa in den vergangenen Tagen verstärkt hatten, um eine Flucht des Vize zu verhindern.

Publiziert am 25.08.2012